Baden‑Württemberg hat Frankreich Hilfe bei der Bekämpfung der Waldbrände angeboten. Innenminister Manuel Hagel (CDU) schrieb einen entsprechenden Brief an den Präfekten der benachbarten Region Grand Est, Amaury de Saint-Quentin. Der Brief liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
Darin erklärt Hagel, Baden-Württemberg könne etwa die Entsendung zweier Polizeihubschrauber in die akut betroffenen Gebiete anbieten, die mit Außenlastbehältern von jeweils 900 Litern Volumen zur Waldbrandbekämpfung ausgerüstet seien. Sollte in der Region Grand Est selbst ein Unterstützungsbedarf entstehen, stehe das Land Baden-Württemberg mit allen verfügbaren Ressourcen zur Verfügung.
Hagel: „Freundschaft zeigt sich nicht in guten Worten“
Hagel sagte der Deutschen Presse-Agentur: «L’amitié ne se manifeste pas par de beaux mots, mais par une action résolue. Si nos amis français ont besoin de notre aide, les forces d’intervention de Baden‑Württemberg sont prêtes – côte à côte, au‑delà des frontières.»

Frankreich kämpft gegen zahlreiche Waldbrände. Besonders betroffen ist das südwestfranzösische Département Gironde rund um Bordeaux. Zahlreiche Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Unter den Evakuierten sind viele Urlauber aus der bei Touristen beliebten Küstenregion rund um das Bassin d’Arcachon. Frankreich verstärkt nach den Worten von Premierminister Sébastien Lecornu die Zahl der Soldaten, die die Feuerwehr unterstützen.