Unmittelbar nach dem Ende des meteorologischen Sommers (1. Juni bis 31. August) hat Meteorage, eine Tochtergesellschaft von Météo-France mit Sitz in Pau und europäischer Experte für Blitzortung, seine erste Bilanz der Gewitteraktivität in Deutschland und Europa veröffentlicht.
Auch wenn der Sommer 2026 nicht zu den blitzreichsten Sommern der vergangenen Jahre zählt, war er laut Meteorage von mehreren schweren Gewitterlagen geprägt, die zu großem Hagel, zerstörerischen Windböen, Starkregen und lokal sogar Tornados führten.
Diese Wetterereignisse hatten spürbare Auswirkungen auf zahlreiche Wirtschaftssektoren: Verkehr, Energieversorgung und Stromnetze, Freizeit- und Sportveranstaltungen, kritische Infrastrukturen sowie die Landwirtschaft, die besonders von Hagelschäden betroffen war.

So oft hat es im Sommer 2026 geblitzt
- Deutschland: 97.899 Wolken-Boden-Blitze (CG)
- Europa: 893.458 Wolken-Boden-Blitze
- Deutschland belegt den 4. Platz in Europa – hinter Italien, Frankreich und Spanien.
- Der Juni war der aktivste Monat dieses Sommers.
- Im Gegensatz zu mehreren anderen europäischen Ländern konzentrierte sich die Blitzaktivität in Deutschland vor allem auf den Beginn des Sommers.
- Mit 47.053 Wolken-Boden-Blitzen war der Juni der gewitterreichste Monat der Saison und machte nahezu die Hälfte aller in Deutschland registrierten Wolken-Boden-Blitze aus. Zum Vergleich – Juni: 47.053 Wolken-Boden-Blitze.

- Der Sommer war insbesondere in der zweiten Junihälfte von mehreren markanten Gewitterlagen geprägt: Juli: 28.682 / August: 22.164
- Der höchste Tageswert wurde am 14. Juli 2026 registriert: 7518 Wolken-Boden-Blitze

- Weitere besonders aktive Tage waren: 1. Juni: 7035 Wolken-Boden-Blitze / 1. August: 5885 CG
- Die meisten Wolken-Boden-Blitze wurden in folgenden Bundesländern registriert – Bayern: 27.366
- Baden-Württemberg: 14.065
- Niedersachsen: 13.028
- Nordrhein-Westfalen: 6818
- Sachsen: 5935

- Die höchsten Werte wurden in folgenden Landkreisen registriert – Cuxhaven (Niedersachsen): 1360 Wolken-Boden-Blitze
- Oberallgäu (Bayern): 1355
- Schleswig-Flensburg (Schleswig-Holstein): 1302
- Rendsburg-Eckernförde (Schleswig-Holstein): 999
- Ludwigslust-Parchim (Mecklenburg-Vorpommern): 996
- Unter den Großstädten verzeichnete München den höchsten Wert mit 439 Wolken-Boden-Blitzen.

Zur Info: Diese Analyse basiert auf den seit 1989 vom Meteorage-Blitzortungsnetz erfassten Daten. Das Netzwerk erkennt demnach mehr als 98 Prozent aller Blitze und lokalisiert sie mit einer Genauigkeit von rund 100 Metern.
Was ist ein Blitz?
Le Service météorologique allemand (DWD) à Offenbach définit les éclairs comme « une étincelle de grande ampleur entre des nuages porteurs de charges opposées ou entre des nuages et la surface terrestre ». L’énergie incroyablement élevée stockée dans les éclairs se libère en quelques dixièmes de seconde.
Wie entstehen Blitze
Un éclair est déclenché par un champ électrique à l’intérieur d’un nuage orageux. Dans les nuages, les charges se séparent : les minuscules cristaux de glace se chargent positivement, les gouttelettes d’eau négativement. La partie supérieure froide du nuage est alors chargée positivement, la partie inférieure négativement. Finalement, l’énergie se libère — sous la forme d’un éclair.
Celui-ci peut chauffer l’air à environ 30 000 degrés Celsius et atteindre une longueur de plusieurs kilomètres. Ainsi, le plus long éclair jamais mesuré selon l’organisation météorologique mondiale (WMO) s’étendait sur plus de 750 kilomètres à travers les États‑Unis.
Ces décharges peuvent prendre différentes formes, les décharges au sol entre nuages et sol étant particulièrement dangereuses. Les décharges entre nuages restent quant à elles à l’intérieur du nuage et illuminent le ciel. Et les décharges aériennes se produisent dans l’air, sans toucher le sol.
Welche Gefahren drohen bei Blitzeinschlägen?
Les fameuses foudres sèches frappent entre les nuages et la terre sans pluie apparente. Ce type est particulièrement dangereux, car il déclenche souvent des feux de forêt, notamment après de longues périodes sèches. En Allemagne, les foudres sèches peuvent apparaître lorsque la zone orageuse, qui apporte normalement la pluie, ne passe pas au-dessus du lieu de l’impact ou n’apporte que peu de précipitations.
Woran erkennt man, dass ein Gewitter aufzieht?
Les orages annoncent typiquement, en été, une augmentation de l’humidité et de la chaleur pendant la journée. Si dès midi apparaissent de petits cumulus qui s’élèvent, cela peut annoncer un orage en soirée. Peu avant l’orage, les nuages hauts se forment alors — les cumulonimbus.

Warum blitzt es bei Gewittern?
Les gouttelettes montantes heurtent les petites gouttes présentes dans l’atmosphère, créant une tension électrique. Quand cette tension dépasse un seuil, se produit un court-circuit colossal. Le flash se produit alors à l’intérieur du nuage ou entre le nuage et le sol.
Pourquoi grolle le tonnerre?
Le tonnerre qui suit l’éclair est le résultat de l’explosion de la chaleur extrême du canal de foudre. Cette chaleur fait exploser l’air autour du chemin de l’éclair. L’air se dilate brutalement dans toutes les directions et produit une onde de pression qui se propage. Notre oreille perçoit cela comme un fort grondement.
Si le chemin de l’éclair est perpendiculaire à l’observateur, toutes les ondes sonores arrivent en même temps, et le tonnerre ressemble à un claquement net. Si le chemin de l’éclair est oblique, les ondes atteignent la personne à des moments différents, produisant un grondement continu.

Wie berechnet man den Abstand zu einem Gewitter?
Wenn man sich bei einem Gewitter, in dem enorme elektrische Spannungen entladen werden, im Freien aufhält, sollte man wissen, wie weit die Blitze noch entfernt sind:
- Die Distanz zu einem Gewitter berechnet man, indem man die Zeit zwischen Blitz und Donner in Sekunden mit der Schallgeschwindigkeit (343,2 Meter pro Sekunde) multipliziert und die Summe durch 1000 teilt.
- Blitz-Rechenformel: Entfernung (in km) = Sekunden zwischen Blitz und Donner × Schallgeschwindigkeit : 1000
- Sie messen einen zeitlichen Abstand zwischen Blitz und Donner von zehn Sekunden. In Metern beträgt die Entfernung: zehn Sekunden × 343,2 Meter pro Sekunde – also 3432 Meter, die durch 1000 geteilt werden, um die Kilometerzahl zu erhalten. Ergebnis: Der Blitz ist 3,43 Kilometer von ihnen entfernt.
Gibt es durch den Klimawandel mehr Gewitter in Deutschland?
Der Potsdamer Klimaforscher Stefan Rahmstorf hält es für wahrscheinlich, « dass wir auch in Deutschland künftig mit häufigeren heftigen Gewittern rechnen müssen ». Der Grund hierfür sei die Physik: Eine wärmere Atmosphäre könne mehr Wasserdampf halten, entsprechend stärker können die Niederschläge ausfallen, so Rahmstorf.
Der Klimaexperte verweist auf eine Studie des Schwedischen Meteorologischen Instituts, für die Messdaten über Gewitterregen ausgewertet wurden. Sie zeige, «dass diese konvektiven Niederschläge noch rascher zunehmen, als es aufgrund der höheren Wasserspeicherfähigkeit von wärmerer Luft zu erwarten wäre.»

Gibt es ein Nord-Süd-Gefälle bei der Gewitterneigung?
Untersuchungen von Klimaforschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) belegen diesen Trend: Sie fanden heraus, dass in Deutschland die Wahrscheinlichkeit für schwere Gewitter in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat.
Die Wissenschaftler haben für ihre Untersuchungen Radarmessungen, Daten von Versicherungen und Simulationen mit regionalen Klimamodellen ausgewertet. « Das Gewitterpotenzial hat eindeutig zugenommen », erklärt KIT-Meteorologe Michael Kunz.
Laut KIT zeigt sich eine Zunahme in ganz Deutschland mit Ausnahmen des Nordostens. In Süddeutschland, wo die Gewitterneigung höher ist als im Norden, betrug die Zunahme zwischen vier und acht Tagen pro Jahr. Dieser Trend dürfte sich in den kommenden Jahrzehnten weiter verstärken. (mit AFP-/dpa-Agenturmaterial und Meteorage-Infos)